Schutzkleidung
Damit wir anderen sicher helfen können, müssen wir uns zuerst selbst schützen.
Unsere Schutzkleidung schützt vor Hitze, Feuer, Hitzestrahlung, Rauch, Schmutz und anderen Gefahren.
Im Grundschutz tragen wir persönliche Schutzausrüstung (PSA):
Jacke, Hose, Helm, Handschuhe, Stiefel – bei Bedarf auch Atemschutz.
Bei besonderen Einsätzen kommt Spezialkleidung dazu, zum Beispiel:
- Hitzeschutz für sehr hohe Temperaturen
- Chemikalienschutz gegen gefährliche chemische und biologische Stoffe
- weitere Sonderausrüstung, passend zur Aufgabe
Alle Teile werden regelmäßig geprüft und an die Einsatzlage angepasst.
So bleiben wir gut geschützt und einsatzbereit.
Persönliche Schutzausrüstung
Die persönliche Schutzausrüstung ist unser ständiger Begleiter. Sie schützt uns vor äußeren Einwirkungen, nicht nur vor Witterung, sondern auch vor mechanischen Einwirkungen.
Zur Persönlichen Schutzausrüstung gehören:
– Jacke
– Hose
– Helm
– Handschuhe
– Stiefel
– Hakengurt (für Atemschutzgerteträger)
– Flammschutzhaube (für Atemschutzgeräteträger)
Ausgehuniform
Die Ausgehuniform ist kein Schutzanzug.
Sie zeigt unser einheitliches Auftreten bei offiziellen Terminen.
Wer trägt sie?
Mitglieder ab 16 Jahren (Jugendfeuerwehr) sowie aktive und passive Feuerwehrangehörige.
Wann tragen wir sie?
- bei dienstlichen Terminen (z. B. Dienstversammlung)
- bei festlichen Anlässen (z. B. Fronleichnam)
- bei öffentlichen Gedenkfeiern (z. B. Totengedenken)
- bei weiteren Veranstaltungen, bei denen wir die Feuerwehr vertreten
Was gehört zur Ausgehuniform?
- Schirmmütze
- Hemd
- Krawatte
- Jackett
- Gürtel
- Hose
- schwarze Schuhe
Atemschutzausrüstung
Bei Einsätzen mit Feuer, Rauch oder giftigen Gasen brauchen wir Schutz für die Atemwege.
Dafür tragen unsere Einsatzkräfte Atemschutzausrüstung – zusätzlich zur normalen Schutzkleidung.
So können wir auch in stark verrauchter oder belasteter Umgebung sicher arbeiten und Menschen retten.
Was gehört dazu? (Beispiel)
- Standardausrüstung: 8,8 kg
- Feuerwehraxt: 2,5 kg
- Wärmebildkamera: 1,2 kg
- Atemschutzgurt: 0,4 kg
- Handlampe: 1,0 kg
- Pressluftatmer mit Maske (Atemgerät): 15,0 kg
Zusammen: etwa 29 kg, die eine Atemschutz-Truppfrau oder ein -Truppmann trägt.
Überlebensanzug
Bei Einsätzen auf dem Wasser, im Wasser, auf Eis oder bei Hochwasser tragen unsere Einsatzkräfte einen besonders warmen und dichten Anzug.
Er hält warm und lässt kein Wasser durch. So können wir bei Rettung und Bergung sicher arbeiten.
Ausrüstung und Gewicht
- Helm: 0,4 kg
- Flossen: 1,9 kg
- Rettungsnudel (Schwimmhilfe): 0,7 kg
- Wärmeschutzanzug: ca. 6,0 kg
Gesamtgewicht: etwa 9 kg, die die Einsatzkraft am Körper trägt.
Chemikalienschutzanzug
Bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen tragen wir einen Chemikalienschutzanzug – kurz CSA.
Der Anzug umschließt die Einsatzkraft komplett und trennt sie von der Umgebung.
So kann man auch in verunreinigter Luft (z. B. chemisch, biologisch oder radiologisch) sicher arbeiten.
Was gehört dazu?
Der CSA wird über leichter Kleidung getragen (meist Hose und T-Shirt).
Atemschutz ist Pflicht.
Gewicht (Beispiel):
- Pressluftatmer (Atemgerät mit Luftflasche): ca. 15 kg
- CSA: ca. 8 kg
Gesamt: rund 23 kg, die die Einsatzkraft am Körper trägt.
Warum ist das anstrengend?
Der Anzug ist geschlossen und relativ steif.
Wärme kann kaum entweichen, Bewegungen sind eingeschränkt.
Darum sind Konzentration und Teamarbeit besonders wichtig.
Nach dem Einsatz
Es folgt die Dekontamination (gründliche Reinigung von Anzug und Person).
So tragen wir keine gefährlichen Stoffe nach außen – und das Team ist schnell wieder einsatzbereit.
Hitzeschutzanzug
Der Hitzeschutzanzug Form II schützt unsere Einsatzkräfte bei sehr großer Hitze.
Er wird vor allem bei Bränden benutzt.
Der Anzug besteht aus Mantel, Kopfschutzhaube und Handschuhen.
Man trägt ihn über der normalen Schutzkleidung.
Gewicht der Ausrüstung
Für guten Schutz braucht es mehrere Teile. Das macht die Ausrüstung schwer:
- Hitzeschutzanzug: ca. 3,5 kg
- Schutzkleidung darunter: 7,3 kg
- Pressluftatmer (Atemgerät): 15,0 kg
Gesamtgewicht: 25,8 kg, die die Einsatzkraft im Einsatz trägt.
Kontaminationsschutzanzug
Der Kontaminationsschutzanzug wird bei Einsätzen mit Strahlung getragen.
Er schützt Einsatzkräfte vor radioaktiven Stoffen von außen.
Der Anzug verhindert, dass radioaktive Teilchen an Haut oder Kleidung haften bleiben.
So kann nach dem Einsatz eine sichere und gründliche Reinigung erfolgen.
